Blogs

Yoav Ash, Senior Product Manager

August 3, 2023

Domain-Driven Design und die Zukunft des Zahlungsverkehrs

Im Laufe der Zeit haben sich die Payment-Orchestration-Plattformen von Banken zu einer Ansammlung isolierter Systeme entwickelt, um die spezifischen Anforderungen verschiedener Zahlungswege zu erfüllen. 

Infolgedessen können die Bündelung des Front-End-Kanalzugriffs, die Integration in den Bank-Stack, die Abrechnung sowie die systemübergreifende Analyse schwierig sein. Änderungen, um neue regulatorische Anforderungen zu erfüllen oder Funktionen zur Verbesserung des Kundenerlebnisses hinzuzufügen, sind zeit- und ressourcenintensiv. Die Unterstützung neuer Zahlungswege oder Anwendungsfälle erfordert oft erhebliche Investitionen und führt zu geschäftlichen Unterbrechungen. Der Betrieb mehrerer Systeme bringt zudem Kostenaspekte mit sich, darunter Lizenzgebühren und operativer Support.

Warum benötigen Banken eine neue Payment-Engine?

Banken stehen vor der Herausforderung, eine Vielzahl unterschiedlicher Zahlungsmethoden zu verwalten – von traditionellen Verfahren wie Bargeld, Schecks und Überweisungen bis hin zu modernen digitalen Zahlungen, mobilen Zahlungen und E-Commerce-Lösungen. Jede Methode hat ihre eigenen Besonderheiten und erfordert spezifische Systeme und Prozesse, weshalb ein typischer Zahlungs-Stack aus mehreren Plattformen besteht.

Es liegt auf der Hand, dass Banken ihre Zahlungsprozesse auf einer einzigen Plattform konsolidieren möchten. Dadurch steigern sie ihre operative Effizienz und Kosteneffektivität, reduzieren Risiken in den Bereichen Cybersicherheit und Compliance und können ihren Kunden ein reibungsloses Erlebnis bieten.

Die Konsolidierung zahlreicher und unterschiedlicher Zahlungsmethoden, Schemata und Typen auf einer einzigen Plattform bringt jedoch Herausforderungen mit sich.

Verschiedene Zahlungsmethoden können unterschiedliche geschäftliche Anforderungen, Compliance-Standards und Verfahren haben, was zusätzliche technische Überlegungen erforderlich macht. Ein Kreditkarten-Prozessor muss beispielsweise in der Lage sein, Autorisierungsanfragen innerhalb weniger hundert Millisekunden zu beantworten und die Garantien des jeweiligen Kartenschemas berücksichtigen.

Im Gegensatz dazu ist die Verarbeitung von Lastschrift-Batches nicht zeitkritisch, erfordert jedoch, dass der Prozessor Zahlungen planen und über mehrere Tage hinweg abwickeln kann. Moderne Instant-Payment-Systeme wie RT1 und FedNow nutzen einzelne ISO 20022-Nachrichten, während ältere Systeme wie BACS und ACH auf Dateien mit proprietären Formaten basieren.

Banken werden kein Zahlungssystem finden, das mit allen Methoden kompatibel ist, da sie die Vielzahl neuer Zahlungsmethoden, die in der heutigen schnelllebigen und komplexen Finanzwelt entstehen, nicht vorhersehen können. Ein Blick auf die Zahlungsmethoden, die in den letzten zwei Jahren aufgekommen sind, verdeutlicht dies.

Das ist der entscheidende Punkt dieses Whitepapers: Banken benötigen ein einheitliches Payment-Orchestration-System, um ihre Systemlandschaft zu vereinfachen, die Betriebs- und Anpassungskosten zu senken und gleichzeitig die volle Kontrolle über ihre Zahlungsprozesse zu behalten. Nur so gewinnen sie die nötige Flexibilität, um ihre Lösung zukunftssicher zu gestalten, neue Zahlungsmethoden nahtlos zu integrieren und kontinuierlich Innovationen voranzutreiben.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.