Der drohende Regulierungsdruck
Bei einer Podiumsdiskussion zur Transformation des Zahlungsverkehrs auf der letzten EBADay zeigten Umfragen unter den Teilnehmern einen deutlichen Trend in der Bankenbranche: 75 % der aktuellen Zahlungsprogramme konzentrieren sich auf die Erfüllung von Instant-Payment-Vorgaben. Zudem nannten 72 % der Teilnehmer die Einhaltung kommender Regulierungen als Haupttreiber für diese Initiativen. Langfristige strategische Investitionen in die Zahlungsinfrastruktur blieben hingegen deutlich zurück; nur 27 % stuften diese als Priorität ein.
Angesichts des dringenden regulatorischen Handlungsbedarfs konzentrieren sich viele Banken auf kurzfristige Lösungen, um das Risiko eines Lizenzverlusts zu vermeiden. Die Implementierung von Instant Payments bringt jedoch erhebliche Herausforderungen mit sich, und Banken stehen vor zwei zentralen Hürden.
Die erste Hürde ist der Zustand vieler Legacy-Systeme, die oft nicht in der Lage sind, die strengen SLAs für die Echtzeit-Zahlungsabwicklung zu erfüllen. Erschwert wird dies durch die zunehmende Notwendigkeit, eine Betrugsprävention in Echtzeit zu integrieren – eine kritische Komponente für sichere Instant Payments. Die zweite Hürde ergibt sich aus den neuen Zahlungsverkehrssystemen, die von Regierungen, Zentralbanken und Konsortien auf Basis des ISO 20022-Standards entwickelt werden. Dies erhöht die technische Komplexität, der die meisten Altsysteme nicht gewachsen sind. Mehr zu den Herausforderungen durch ISO 20022 finden Sie in unserem Blogbeitrag darüber, warum die ISO 20022-Bereitschaft allein nicht ausreicht.
Angesichts der Komplexität und Dringlichkeit ist es verständlich, dass viele Banken den schnellsten und direktesten Weg zur Einführung von Instant Payments wählen. Keine Bank kann es sich leisten, die regulatorischen Anforderungen nicht zu erfüllen, und der Einsatz von Standardlösungen oder die Anbindung an Gateway-Anbieter bietet hierfür einen schnellen Ausweg.
Zukünftige Überlegungen
Die Landschaft der Instant Payments ist jedoch alles andere als statisch, und die reine Fähigkeit, Zahlungen zu senden und zu empfangen, ist erst der Anfang. Mit der Weiterentwicklung des Ökosystems werden diese Funktionen durch zusätzliche Overlay-Dienste und regulatorische Anforderungen ergänzt. In den kommenden Jahren müssen Banken weitere Features implementieren, um mit diesen Veränderungen Schritt zu halten – einige davon werden durch neue Vorschriften zwingend erforderlich sein.
Eine der unmittelbarsten Entwicklungen ist die Einführung von „Request to Pay“ (R2P). Diese Dienste befinden sich in verschiedenen Regionen in unterschiedlichen Stadien der Einführung und stellen einen bedeutenden Wandel in der Initiierung und Verwaltung von Zahlungen dar. Banken stehen zunehmend vor der Entscheidung, entweder darauf zu warten, dass ihr aktueller Lösungsanbieter R2P unterstützt, oder eine separate Lösung zu suchen, die speziell für diese Anforderungen entwickelt wurde. Im ersten Szenario könnte die Bank die Kontrolle über eine kritische Funktion verlieren, die das Potenzial hat, die Kundenbindung zu stärken. Im zweiten Szenario steht sie vor der komplexen Aufgabe, einen neuen Dienst in ihre bestehende Instant-Payment-Infrastruktur zu integrieren.
Die zweite große Herausforderung bei Instant Payments ist der wachsende regulatorische Druck in den Bereichen Betrugsschutz, Streitbeilegung und Abwicklung (wie etwa SD20). Es ist zu erwarten, dass sich die Vorschriften für Konto-zu-Konto-Zahlungen (A2A) in diesem Bereich schrittweise an die Anforderungen für Kartenzahlungen angleichen werden. Auch hier stehen Banken vor der Herausforderung, neue Funktionen in ihre bestehenden Instant-Payment-Systeme und ihre gesamte Technologielandschaft zu integrieren.
Da Instant Payments über reine Peer-to-Peer-Transaktionen hinauswachsen, müssen Banken zudem ihr Angebot für Kunden und interne Abläufe neu bewerten. Der Druck, Zahlungen auf Echtzeit-Systeme umzustellen, wird steigen, doch die Nutzer erwarten weiterhin den gleichen Funktionsumfang wie bei herkömmlichen Systemen. Firmenkunden möchten gewohnte Formate wie Dateien und Zahlungsavise beibehalten und fordern möglicherweise eine tiefere Systemintegration für Rechnungsstellung und andere Prozesse. Intern werden Banken für Aktivitäten wie Settlements und Sweeps zunehmend von diesen neuen Systemen abhängig sein, was eine nahtlose Integration in bestehende Workflows erfordert.

Über die unmittelbare Compliance hinausblicken
Die anstehenden Veränderungen machen deutlich, dass Banken die Dringlichkeit der sofortigen Compliance mit einem strategischen, langfristigen Ansatz in Einklang bringen müssen, der künftige Regulierungen und Dienste antizipiert und unterstützt. Banken sollten sich auf die Implementierung moderner, zukunftsorientierter Lösungen konzentrieren, anstatt auf einen stückweisen Ansatz, der zu wiederholten, komplexen Projekten mit suboptimalen Ergebnissen führen könnte.
Vault Payments, die Zahlungsabwicklungsplattform von Thought Machine, wurde entwickelt, um sowohl unmittelbare als auch langfristige Herausforderungen durch drei technologische Hauptvorteile zu bewältigen:
Echtzeit: Vault Payments wurde für die Echtzeit-Zahlungsabwicklung entwickelt und erfüllt selbst höchste Anforderungen an Durchsatz und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Native ISO 20022-Unterstützung: Vault Payments unterstützt das gesamte Nachrichtenportfolio von ISO 20022 vollständig, einschließlich aller Versionen der jeweiligen Nachrichten. Dies stellt die Einhaltung aktueller regulatorischer Anforderungen sicher und ermöglicht die Unterstützung künftiger Nachrichtenformate, sobald diese eingeführt werden.
Integrierte, konfigurierbare Zahlungssteuerung: Vault Payments trennt Geschäftslogik – wie Systemregeln, regulatorische Anforderungen und Kundenpräferenzen – in spezifische Abläufe für den Zahlungsverkehr. Diese Abläufe lassen sich schnell anpassen, im System bereitstellen und von unserer eigens entwickelten Engine für die Zahlungsabwicklung in Echtzeit ausführen. Dadurch können wir Abläufe für Systeme wie Faster Payments, RT1, TIPS, FedNow, RTP oder jedes andere Instant-Payment-System implementieren. Kunden können diese zertifizierten Abläufe unverändert nutzen oder sie mit unserer Unterstützung bzw. eigenständig an ihre spezifischen Bedürfnisse anpassen. Sie können mehrere Varianten für verschiedene Anwendungsfälle erstellen und dabei die Übersichtlichkeit und Einfachheit bewahren.
Robuste Integrationsplattform: Vault Payments ist konsequent auf Integration ausgelegt. Dank der flexiblen Abläufe können Banken externe Dienste an jedem Punkt des Zahlungslebenszyklus einbinden und dabei genau steuern, welche Informationen geteilt und wie die Rückmeldungen verarbeitet werden. Dies ist besonders bei Echtzeit-Prüfungen hilfreich, da Banken für jeden Anwendungsfall individuell festlegen können, wann und wie die Prüfung erfolgt.
Wenn neue Dienste und Funktionen aufkommen, können Banken neue Nachrichtenformate und Abläufe übernehmen, um diese Anwendungsfälle zu unterstützen und sie in ihrem eigenen Tempo in bestehende Systeme integrieren.

Fazit
In einem Umfeld, in dem sich regulatorische Anforderungen und Zahlungstechnologien rasant weiterentwickeln, benötigen Banken eine flexible und zukunftsorientierte Lösung. Vault Payments bietet die Werkzeuge, um heutige Anforderungen zu erfüllen und sich mühelos an künftige Veränderungen anzupassen. Mit seiner umfassenden ISO 20022-Unterstützung, der anpassbaren Zahlungssteuerung und nahtlosen Integrationsmöglichkeiten versetzt Vault Payments Banken in die Lage, die Nase vorn zu behalten – ohne die Komplexität und Ineffizienz häufiger Systemumstellungen.
Wir laden Sie ein, zu entdecken, wie Vault Payments Ihre Compliance-Anforderungen vereinfachen und Ihre Zahlungsprozesse optimieren kann, damit Sie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen souverän meistern.







