Thought Machine baut ein globales Partner-Ökosystem auf. Gemeinsam helfen wir Banken jeder Größe dabei, unkompliziert Cloud-native zu werden. Eine Zusammenarbeit verdient jedoch besondere Erwähnung: unsere Partnerschaft mit Red Hat.
Gemeinsam vereinfachen Thought Machine und Red Hat den Weg zum Cloud-nativen Banking.
In diesem Blogbeitrag erläutere ich genau, wie das funktioniert.
Vault Core ist die weltweit fortschrittlichste Kernbanken-Engine. Sie wurde von Grund auf nach Cloud-nativen Prinzipien entwickelt und bietet Banken die Möglichkeit, von veralteten Altsystemen auf eine Plattform der nächsten Generation umzusteigen.
Die Nachfrage nach Vault Core ist enorm. Wir gewinnen weltweit neue Kunden. Lloyds Bank und SEB sind Kunden, die von unserem Produkt so überzeugt waren, dass sie in unser Unternehmen investiert haben.
Für viele Banken ist die Aussicht auf eine Migration in die Cloud jedoch entmutigend.
Es stellt sich die Frage, was mit den bestehenden Rechenzentren geschehen soll. Banken haben oft ein Vermögen in ihre eigene Infrastruktur investiert, und eine Aufgabe dieser Ressourcen ist kostspielig. Zudem gibt es Anwendungen, die ausschließlich auf Mainframes laufen. Diese in die Cloud zu migrieren, ist schwierig.
Die Lösung besteht darin, schrittweise in die Cloud zu wechseln.
Hier kommt Red Hat OpenShift ins Spiel, die branchenführende Enterprise-Kubernetes-Plattform, die Funktionen zur Verbindung von On-Premise-Systemen mit der Cloud bietet. Dank Hybrid Cloud via OpenShift können Banken ihre IT-Systeme so betreiben, als wären die interne Hardware und die Cloud eine einzige Umgebung.
OpenShift ist eine Multi-Cloud-Lösung. Das bedeutet, eine Bank kann Anwendungen über AWS, Google Cloud, Microsoft Azure oder andere Cloud-Anbieter hinweg ausführen. OpenShift hilft dabei, den Betrieb über mehrere Clouds und On-Premise-Umgebungen hinweg nahtloser zu verwalten und zu automatisieren.
Für Thought Machine ist diese Zusammenarbeit entscheidend, da Banken Vault Core als Teil einer langfristigen Modernisierungsstrategie einführen können. Die Migration auf unsere Kernbanken-Engine kann in einem einzigen Schritt erfolgen. Andere Elemente der Bankinfrastruktur können bei Bedarf On-Premise verbleiben. Das ist wesentlich besser steuerbar als der Versuch eines radikalen „Big Bang“-Umstiegs in die Cloud.
Das ist erst der Anfang. Es gibt noch viele weitere Vorteile.
Kelly Switt, Global Director of FSI Strategy and Ecosystem and Strategic Partnerships bei Red Hat, ist eine leidenschaftliche Verfechterin von Open Hybrid Cloud Banking. Ich habe sie gebeten, dies zu erläutern.
„Die Regulierungsbehörden sind sich einig, dass Banken nicht von einem einzigen Cloud-Anbieter abhängig sein dürfen“, sagt Switt. „Die Prudential Regulation Authority und die Financial Conduct Authority äußern sich sehr deutlich zu den Risiken. Red Hat OpenShift ermöglicht es Banken, über mehrere Clouds hinweg einheitlich zu agieren, ohne die Komplexität oder Datensilos zu erhöhen. So können Banken die regulatorischen Anforderungen erfüllen.“
Hinzu kommt die Frage des Datenschutzes und der Datensicherheit.
„Banken müssen den geografischen Standort ihrer Kundendaten berücksichtigen. Aufsichtsbehörden können darauf bestehen, dass Daten zur Einhaltung von Sicherheits- und Datenschutzgesetzen ausschließlich innerhalb einer bestimmten Jurisdiktion gespeichert werden. Auch hier ermöglicht OpenShift es Banken, diese Anforderungen zu erfüllen, indem Daten je nach Bedarf lokal oder in der Cloud gespeichert werden.“
Multi-Cloud bietet einen operativen Vorteil, da es eine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern (Vendor Lock-in) vermeidet. „Banken profitieren von der Portabilität“, erklärt Switt. „Mit OpenShift können Anwendungen frei zwischen verschiedenen Clouds oder sogar zurück in die lokale Infrastruktur verschoben werden. Diese Flexibilität versetzt Banken in die Lage, Verträge mit Cloud-Anbietern aus einer Position der Stärke heraus zu verhandeln.“
Darüber hinaus ist Red Hat ein Pionier im Bereich Open-Source-Software. Die Zusammenarbeit mit Red Hat erschließt die Vorteile von Open-Source-Lösungen und einer offenen Hybrid-Cloud.
„Unsere Wurzeln und unsere technische Entwicklung basieren auf der Open-Source-Community“, sagt Switt. „Wenn man bedenkt, was Red Hat eigentlich tut: Wir nehmen Code aus der Open-Source-Community, bündeln verschiedene Projekte und härten diese durch standardisierte Release-Zyklen, Qualitätssicherung, Design und Support für den Unternehmenseinsatz.“
Das bedeutet, dass Banken nicht nur von der Innovationskraft von Red Hat profitieren. Sie können auch die kollektiven Ergebnisse der gesamten Open-Source-Community nutzen. Dies spiegelt die Art und Weise wider, wie Thought Machine Open-Source-Tools wie Kubernetes und Docker einsetzt. Sowohl Red Hat als auch Thought Machine sind Mitglieder der Cloud Native Computing Foundation, die eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Open-Source-Entwicklung spielt.
Diese Philosophie wird auch bei Thought Machine gelebt. Fabian Siddiqi, Director of Cloud Infrastructure, erklärt: „Thought Machine hat stark von Open-Source-Technologie profitiert, von unserer Orchestrierungsplattform Kubernetes bis hin zu Open-Source-Bibliotheken von Drittanbietern, die mit unserem Produkt ausgeliefert werden. Wir möchten der Community auch etwas zurückgeben und haben mehrere interne Projekte als Open Source veröffentlicht, wie etwa unser internes Build-System namens Please und das Cloud-native Security-Scanning-Pipeline-System Dracon.“
Banken haben die Möglichkeit, mit Thought Machine und Red Hat zusammenzuarbeiten, um sich mit der Open-Source-Community zu vernetzen. Switt ist stolz auf die Erfolgsbilanz ihres Unternehmens, Kunden direkten Zugang zu bieten: „Banken nutzen uns als Vehikel, um Funktionen direkt in den vollständigen Community-Code einfließen zu lassen und diese dann über einen kompletten Release-Zyklus mit Qualitätssicherung und Härtung bereitzustellen. Ein großer Teil der Arbeit meines Teams besteht darin, alle Anfragen unserer Kunden aus dem Finanzsektor zu sichten und mit unseren Ingenieuren, die in der Open-Source-Community aktiv sind, zusammenzuarbeiten, um diese Funktionen in die Produkte zu integrieren.“
Banken sind bereits mit Red Hat vertraut. Hundert Prozent der Geschäftsbanken aus den Fortune Global 500 arbeiten in irgendeiner Form mit Red Hat zusammen, ebenso wie mehr als 90 Prozent der Fortune 500.
Die Übernahme von Red Hat durch IBM im Jahr 2019 festigte die beeindruckende Support-Struktur, die Kunden zur Verfügung steht. Es war auch eine gute Nachricht für Thought Machine, da IBM einer unserer ersten Partner war. Während Red Hat weiterhin unabhängig agiert, sind die Interessen aller drei Marken nun fest aufeinander abgestimmt.
Unsere Zusammenarbeit bedeutet, dass Banken Vault Core so einsetzen können, wie es für sie am besten passt. Die Infrastruktur kann sich über mehrere Clouds und lokale Rechenzentren als eine einheitliche Gesamtheit erstrecken.
Langfristig können Banken gemeinsam mit Thought Machine und Red Hat mit der breiteren Open-Source-Community interagieren und selbst zu aktiven Mitwirkenden werden.
Thought Machine und Red Hat bieten Banken nicht nur einen reibungsloseren Weg in die Cloud, sondern auch die Chance, gemeinsam mit den weltweit führenden Technologieunternehmen die Produkte der Zukunft zu entwickeln.







